Kevin Yebo (30) verlässt die Niners Chemnitz nach anderthalb Spielzeiten und unterschreibt beim türkischen Safiport Erokspor – ein Transfer, der die Easycredit Basketball Bundesliga erschüttert.

Was ist passiert?

Am 8. Juli 2026 verkündete Yebo über Instagram, dass er nach einem Jahr Leihe bei CB 1939 Canarias und einer erfolgreichen EuroCup‑Saison bei den Niners zum Mittelklasse‑Klub Erokspor wechselt. Der türkische Verein, gegründet 2022, stieg erst 2023 in die Süper Lig auf und beendete die erste Saison auf Platz 8.

Warum überrascht das Niners Chemnitz?

Yebo war bis vor Kurzem noch vertraglich an die Niners gebunden, die für die nächsten fünf Jahre im EuroCup antreten. In der vergangenen Saison erzielte er im Viertelfinale gegen Real Madrid durchschnittlich 13 Punkte, 4 Rebounds und 2 Assists pro Spiel. Trotz dieser Leistungen wechselte er zu einem Club, der noch keinen europäischen Titel gewonnen hat. Zudem hatte er zuvor in der spanischen A‑Liga gespielt – die stärkste Liga Europas – und dort die Defensive von Real Madrid durchbrochen.

Wie sieht die Zukunft aus?

Erokspor plant für die Saison 2026/27 den Auftritt im FIBA Europe Cup und hat bereits erfahrene Spieler wie Errick McCollum (38, Galatasaray) und James Webb III (32, Unicaja Málaga) verpflichtet. Trainer Ufuk Sarica (54) wird Yebo zusammen mit Amadou Sow (27) einsetzen, der nach einer Saison bei ASVEL Villeurbanne zurückkehrt. Vertragsdetails bleiben geheim, doch die finanzielle Unterstützung durch den Logistik‑Sponsor lässt auf ein großzügiges Gehalt schließen.

Was bedeutet das für die BBL?

Der Verlust von Yebo reduziert die Scorer‑Power der Niners Chemnitz erheblich. Ohne den 30‑jährigen Flügelspieler muss das Team seine Offensivoptionen neu strukturieren und stärker auf lokale Talente setzen. Gleichzeitig könnte die Transfer‑Welle andere BBL‑Clubs dazu anregen, ebenfalls nach günstigen Talenten im Ausland zu suchen, um ihre Kader zu verstärken.