Freiherr von Seckendorff!: Chemnitz holt Profi mit blauem Blut
Die Saison der Niners Chemnitz war eine Enttäuschung. Die Sachsen verpassten erst zum zweiten Mal seit ihrer Premieren-Saison (2020/2021) in der Easycredit Basketball Bundesliga die Playoffs.
Der Niners-Star Kevin Yebo schmiss gerade als Leihspieler mit La Laguna Teneriffa sensationell Top-Favorit Real Madrid aus den spanischen Playoffs.
Nach Mateo Seric und dem Deutsch-Franzosen Yohan Choupas ist Jannis von Seckendorff der dritte Neue bei den Niners. Der bullige Flügelspieler kommt von Zweitligist Eisbären Bremerhaven und unterschrieb für ein Jahr.
Was bedeutet das für die Niners Chemnitz?
Trainer Rodrigo Pastore bekommt damit nicht nur einen Nachwuchsspieler mit Potenzial – sondern auch reichlich blaues Blut in sein Team.
Denn der Neue heißt mit vollständigem Namen: Jannis Alexander Götz Maria Freiherr von Seckendorff. Sage und schreibe 46 Buchstaben!
Wie sieht die Zukunft aus?
Die heute weitverzweigte Familie von Seckendorff zählt zu den ältesten Adelsfamilien Frankens und ist seit dem 13. Jahrhundert urkundlich nachweisbar.
„Ich hatte viele Gespräche mit Headcoach Rodrigo Pastore“, erzählt von Seckendorff. „Am meisten freue ich mich auf die Heimspiele in der Messe. Die Fans sind weithin für ihre leidenschaftliche Unterstützung bekannt und mein Bremerhavener Teamkollege Dominique Johnson hat mir auch sonst viel Gutes berichtet.“
Von Seckendorffs Großvater lebte in Dresden. Der Neu-Chemnitzer selbst stammt aus Köln und durchlief das Nachwuchs-Programm der Telekom Baskets Bonn.
Was sind die Erwartungen?
Vor einem Jahr wechselte er in die ProA nach Bremerhaven und verpasste dort gerade durch die Halbfinal-Niederlage (2:3) gegen den späteren Meister Phoenix Hagen nur knapp den Aufstieg.
Durch den Wechsel schafft er nun trotzdem den Sprung in die erste Liga. Und verspricht: „Mit Kampfgeist und Energie möchte ich mich beweisen und allem voran unsere Fans mitreißen!“

